Mehr über Koryu-Uchinadi

KORYU-UCHINADI
besinnt sich auf die Wurzeln der okinawanischen Kampfkünste und ist somit “Oldstyle-Karate”.

KORYU-UCHINADI-SYSTEMATIK
– Fausttechniken / Tsuki-Waza
– kontrollieren, einschließen und blockieren / Uke-Waza
– Stellungen und Körperhaltungen / Kamae-Waza
– Fußtechniken / Keri-Waza
– der Gebrauch der leeren offenen Hand / Kaishu-Waza
– sonstige Stöße (Kniestöße, Ellenbogenstöße, Kopfstöße etc.) / Heishu-Waza
– desweiteren: u.a. Würfe (Nage-Waza), Würgen (Shime-Waza), Bodentechniken (Ne-Waza)

Koryu-Uchinadi-Logo
Koryu-Uchinadi-Logo


KATA
(Form/Schablone/Muster/Modell)
Als eine das Gedächtnis unterstützende Übung, lehrt Kata allein nicht wie man kämpft, sondern stellt den Höhepunkt einer Lektion dar, die man schon gelernt hat. Die Ein-Mann-Komposition, die Karate-Kata darstellt, besteht aus den Verteidigungsprinzipien, die dazu gedacht sind, den gewöhnlichen körperlichen Angriffen (würgen, umklammern, Haare ziehen, etc.), gegen die Karate ursprünglich entwickelt wurde, zu begegnen. Systematisierte Partnerübungen unterstützen die Weitergabe dieser Verteidigungsprinzipien.

Koryu-Uchinadi-Kata
Taisabaki, Sanshin, Happoren, Chokyu, Niseishi, Passai, Sochin, Naihanshi, Kushankun, Seisan, Sepai, Hakutsuru, Ryushan, Wando, Rakan ken, Unshu, Nanshu

Die fundamentalen Themen der Selbstverteidigung:
– Nerven stimulieren
– Angriff auf Blutgefäße (arterielle oder venöse Unterbrechungen der Blutzirkulation)
– Angriff auf verbindende Gewebestrukturen (Membranen, Sehnen, Bänder und Knorpel)
– Hebeln und Festlegen
– Stand-Boden-Übergänge
– Würgen
– Werfen
– Handgemenge
– Bodentechniken
– Gegenangriffe
– Schlagen von empfindlichen, leicht verwundbaren Stellen des Körpers
– Greifen und Schlagen in Körperhöhlen, die durch das Skelett nicht geschützt sind

KORYU-UCHINADI

bereichert durch seine moralischen und philosophischen Aspekte, sowie durch seine zur Selbstprüfung auffordernden Lehren.

KORYU-UCHINADI
wird auch als eine Alternative zu konventionellen Fitness- und Stressbewältigungsmethoden gelehrt. Koryu-Uchinadi-Training fördert durch seine Übungen die innere Ruhe und Ausgeglichenheit und hilft in Konfliktsituationen das Gleichgewicht in den zwischenmenschlichen Beziehungen herzustellen und zu erhalten.

……………………………………………………………………………………………………………………………….

DAS TRAINING
Im Fokus stehen Selbstverteidigung und realistische Partnerarbeit, hierbei spielen die einzelnen Partnerübungen (Futari-Renzoku-Geiko) und die korrespondierenden Kata eine tragende Rolle. Partnerübungen, wie Muchimidi (“tote-Hand”), Kote-Kitai (Abhärten des Körpers), Tegumi (zyklische Partnerübungen), Kakie (klebende Arme), Torite (Greiftechniken) und Randori (Sparring) vermitteln so die einzelnen Prinzipien.

Wir legen sehr viel Wert darauf, dass jede Technik funktioniert, ohne aus den Augen zu lassen, dass gewisse Techniken aufgrund der körperlichen Verhältnisse nicht von jedem oder in jeder Situation ausgeführt werden können.

Ebenfalls legen wir Wert auf die Einhaltung der überlieferten Etikette und Rituale. Höflichkeit, korrektes Verhalten untereinander und das Einhalten der Regeln (Dojo-Kun) der Karate-Schule OTOMO bilden die Grundlage der sozialen Struktur unseres Trainings.

……………………………………………………………………………………………………………………………………..


KORYU-UCHINADI UND PATRICK MCCARTHY

 

Patrick McCarthy Sensei ist, als Inhaber eines 9. Dan Karate, hohen Graduierungen in anderen Kampfkünsten und dem Titel eines Hanshi, einer der hochrangigsten nichtasiatischen Lehrer der westlichen Welt. Am 04.12.1954 in Kanada geboren beschäftigt er sich seit seiner Jugend mit diversen Budodisziplinen, war erfolgreicher Kampfsportler in Nordamerika, lebte mehrere Jahre in Japan und unterrichtete dort als einer der wenigen Ausländer Karate.

Seine Forschungen führten ihn nach u. a. nach Taiwan, Hongkong, die Philippinnen, Indonesien, Indien und China. Er ist Direktor der IRKRS (International Ryukyu Karate-Jutsu Research Society), Autor und Übersetzer verschiedener bekannter Bücher („Bubishi“, „Ancient Okinawan Martial Arts 1 und 2“, „Watashi no Karate Jutsu“, etc.) und Träger des 9. Dan (verliehen von der Dai Nippon Butokukai).

Er analysierte und systematisierte die in Fujian (China), während der Qing-Periode (1644 – 1911) entwickelten und später subjektiv in Okinawa eingeführten Quanfa-Übungen, die in der späteren Phase des Ryukyu-Königreichs weiterentwickelt und schliesslich durch die japanische Kultur beeinflusst wurden.

KORYU-UCHINADI ist das Ergebnis Hanshi Patrick McCarthys persönlicher Analyse der auf effektiver Selbstverteidigung basierenden Lehren von Karate-Pionieren wie: Kojo Taite (1837-1917), Aragaki Seisho (1840-1920), Xie Zhongxiang (1852-1930), Higashionna Kanryo (1853-1917), Hanashiro Chomo (1869-1945), Motobu Choki (1871-1944), Zhou Zhihe (1874-1926), Wu Xianhui (1886-1940), Tang Daiji (1887-1937), Kiyoda Juhatsu (1886-1967), Miao Xing (1881-1939), Oshiro Chojo (1887-1935), Richard Kim (1919-2001) und Kinjo Hiroshi (1919- ) u.v.m.